Wie können öffentliche Bibliotheken in unsicheren gesellschaftlichen Zukünften handlungsfähig bleiben?
In einem groß angelegten Futures-Thinking-Workshop entwickelten über 100 Mitarbeitende der Stadtbibliothek Köln gemeinsam spekulative Zukunftsbilder und konkrete Ideen für wünschenswerte Bibliotheken.
Mitarbeitende aus der Zentralbibliothek und mehreren Stadtteilbibliotheken arbeiteten gemeinsam an Zukunftsbildern.
4 spekulative Szenarien
Ambivalente Zukunftswelten dienten als Ausgangspunkt für neue Perspektiven auf die Rollen öffentlicher Bibliotheken.
25+ Artefakte aus der Zukunft
Eine Vielzahl spekulativer Prototypen machten wünschenswerte Rollen und Angebote öffentlicher Bibliotheken sichtbar
Öffentliche Bibliotheken stehen vor tiefgreifenden Veränderungen: Digitalisierung, politische Polarisierung und neue Formen von Gemeinschaft verändern Erwartungen an öffentliche Institutionen. Unser Workshop bildete den Auftakt des Projekts Übermorgen – ein gemeinsamer Startpunkt für Mitarbeitende aus verschiedenen Bereichen, um miteinander spielerisch Zukünfte zu erkunden. Ziel war es, Imagination zu stärken, Perspektiven zu verbinden und erste gemeinsame Bilder einer wünschenswerten Bibliothek zu entwickeln.
Aufbau des Workshops
1
Futures Thinking Einführung
Ein gemeinsamer Einstieg in das Denken in Zukünften eröffnete den Möglichkeitsraum und legte die Grundlage für die weitere Arbeit.
2
Erkunden spekulativer Zukunftsszenarien
Vier spekulative Zukunftsszenarien machten gesellschaftliche Entwicklungen greifbar und dienten als Ausgangspunkt für Diskussionen in kleinen Teams.
3
Tiefer eintauchen & imaginieren
Angeleitet durch Betti, die KI-Assistenz, reisten die Teilnehmenden gedanklich in ihre jeweilige Szenarienwelt, um diese mit allen Sinnen zu erkunden.
4
Zukunft greifbar machen durch Artefakte
Teams entwickelten niedrigschwellige Prototypen, die wünschenswerte Rollen und Angebote einer Bibliothek in unterschiedlichen Zukünften sichtbar machten.
Visionen für wünschenswerte Zukünfte des Tourismus in Spanien mit über 50 Tourismusakteur*innen in den Kanaren, Donostia-San Sebastián und dem Laciana-Tal.
Eine Lernreise in drei Modulen, bei der 12 zivilgesellschaftliche Organisationen verschiedene Zukünfte antizipierten und ihren Imaginationsmuskel stärkten.
Eine Sammlung von 1-stündigen, digitalen Methoden-‚Snacks‘, die interaktive und praktische Einblicke in das Zukunftsdenken für den Arbeitskontext bieten.
Ein Archiv individueller wünschenswerter Zukünfte und Hoffnungen von verschiedenen Menschen auf der ganzen Welt – gesammelt mit Hilfe eines Zukunftsfragebogens.
Ein spekulatives Designprojekt, das aufkommende Technologien in (un)mögliche Zukünfte extrapoliert und diese in Form von Comics, Texten und Audios erzählt.
In Zukunftsworkshops zum Thema nachhaltiger Tourismus, erkundeten junge Menschen gemeinsam verschiedene Zukünfte des Tourismus und die dafür erforderlichen Arbeitsplätze.
Ein ko-kreativer Kurs für Masterstudent*innen der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel, um mögliche zukünftige Implementierungen von Community Wealth Building Prinzipien auf ihrem Campus zu visionieren.
Eine Buchpublikation zur wissenschaftlichen Untersuchung, kritischen Reflexion, praktischen Anwendung und Visualisierung von Zukunftsbildern, in Zusammenarbeit mit Dr. Reinhold Popp.
Ein Workshop zu Zukünftekompetenzen, um tief verankerte Annahmen aufzudecken, die Zukunft neu zu gestalten und aufkommende Fragen zu diskutieren – zum Thema Reproduktion.
Eine interaktive Ausstellung, die Fakten, Perspektiven und Ideen über die Zukunft des Alterns darstellt. Die Besucher*innen wurden ermutigt, über ihre eigene Zukunft nachzudenken und ihre Annahmen zu reflektieren.