Futures Literacy for Civil Society

Mit welchen Werkzeugen können wir innerhalb von Zivilgesellschaft kritisch über Zukünfte nachdenken?
Dieser Frage widmete sich Futures Probes gemeinsam mit ihrer Projektpartnerin SUPERRR Lab. In einer dreiteiligen Lernreise stärkten 15 Teilnehmer*innen aus insgesamt 12 zivilgesellschaftlichen Organisationen ihre Futures Literacy und ihren Imaginationsmuskel.

Mehr dazu (in englischer Sprache)
  • 15 Teilnehmende
    Insgesamt 15 Teilnehmer*innen waren Teil des Futures Literacy for the Civil Society Pilotprogramms.

  • 12 Organisationen
    Die Teilnehmenden kamen aus 12 verschiedenen zivilgesellschaftlichen Organisationen, darunter Wikimedia, BIWOC* Rising, HateAid und netzforma*.
  • 1 Projekt-Partnerin
    Das Projekt wurde gemeinsam von Futures Probes und SUPERRR Lab initiiert, konzipiert und durchgeführt.

  • 3 Module
    Die Lernreise ging über insgesamt 3 halbtägige Workshops: von denen einer digital und die anderen beiden analog.
Wie können wir innerhalb von Zivilgesellschaft kritisch über Zukünfte nachdenken?

Futures Literacy beschreibt die Fähigkeiten, Zukünfte im Plural zu imaginieren, unterschiedliche zukünftige Entwicklungen zu antizipieren und bestehende Zukunftsnarrative kritisch zu beleuchten. Futures Literacy ist für zivilgesellschaftliche Organisationen ein besonders wichtiges Werkzeug, da ihre wünschenswerten Zukünfte selten mit denen übereinstimmen, die gesellschaftlich als die 'gängigsten' Zukünfte gelten.

In unserem Pilotprogramm Futures Literacy for Civil Society machten wir uns deshalb gemeinsam auf eine Lernreise, um vor dem Hintergrund komplexer Krisen das Hier und Jetzt zu verlassen und uns stattdessen ausgelassen mit weit entfernten Zukünften zu beschäftigen. Immer mit der Frage: Was sind eigentlich unsere Zukunftsnarrative? Und was bedeutet für uns ‚wünschenswert‘?

Mit dabei waren Teilnehmer*innen aus 12 verschiedenen zivilgesellschaftlichen Organisationen: D64, BIWOC* Rising, HateAid, Wikimedia, Deutsche Aidshilfe, netzforma*, Das NETTZ, Hafiza Merkezi Berlin, Romnja Feminist Library, Neue deutsche Medienmacher*innen und Radikale Töchter..

Die Module
1
Kickoff-Call
In einem ersten digitalen Kickoff-Call lernten sich die Teilnehmer*innen vorab bereits kennen und wurden mit den digitalen Tools und der Lernreise vertraut gemacht.
2
M1: Einführung
Neben verschiedenen kleinen Inputs zur Futures Literacy und zur Dekolonialisierung von Zukünften konnten die Teilnehmer*innen erste Werkzeuge wie den Zukünftekegel und das Futures Wheel ausprobieren.
3
M2: Antizipieren
Die Teilnehmenden lernten zu antizipieren, welche zukünftigen Entwicklungen und Konsequenzen es geben könnte und bauten Szenarien. Außerdem wurden bereits bestehende Szenarien untersucht und kritisch hinterfragt.
4
M3: Imaginieren
Die Teilnehmenden begaben sich auf eine Zukunftsreise und imaginierten wünschenswerte Zukünfte, deckten ihre eigenen verdeckten Annahmen auf und entwickelten zu guter Letzt über ein Backcasting mögliche Handlungsschritte.
Ergebnisse
  • Futures Literacy
    Die Teilnehmenden trainierten ihren Imaginationsmuskel und lernten, unterschiedliche Zukünften kritisch zu antizipieren.
  • Methodenkenntnis
    Die Teilnehmenden probierten eine Vielzahl von Zukunftsmethoden aus und lernten deren Anwendungspotential erkennen.
  • Optimismus
    Viele der Teilnehmenden spiegelten nach Ende der Lernreise, dass sie nun deutlich optimistischer ihrer eigenen Zukunftsgestaltung gegenüberstehen.

  • Community
    Durch Übungen, die Sinne und Emotionen anregten, entstand zwischen den Teilnehmenden ein intensiver Austausch und das Gefühl von Zusammenhalt, auch über die Workshops hinaus.
Methoden & Werkzeuge
  • Zukünftekegel
    Ein Modell, das die Pluralität von Zukünften aufzeigt und zur besseren Strukturierung und Kontextualisierung von Zukünften genutzt werden kann.
  • Futures Wheel
    Eine Methode zur visuellen Erkundung und Darstellung der zukünftigen Konsequenzen einer bestimmten Entwicklung.
  • 2x2 Szenario-Methode
    Eine einfache Szenario-Methode, die 2 verschiedene Einflussfaktoren kombiniert, um insgesamt 4 verschiedene Szenarien zu generieren.
  • Futures Literacy Lab
    Ein strukturierter Prozess der Zukünftebildung, bei dem zunächst Zukunftsannahmen kritisch hinterfragt werden, um anschließend neue Zukünfte zu entwickeln.
  • Futuring Journey
    Eine angeleitete mentale Reise in eine wünschenswerte Zukunft mithilfe aller Sinne.
  • Future(s) Persona
    Ein Instrument zum besseren Verständnis der Stakeholder*innen, die im Rahmen einer bestimmten Zukunft auftreten könnten.
  • Narratives Storytelling
    Eine kreative Methode, um Zukunftsvorstellungen auf eine zugängliche und ansprechende Weise zu vermitteln.
  • Backcasting
    Eine Methode, die verwendet wird, um von einer bestimmten wünschenswerten Zukunft aus rückwärts zu planen, anstatt vorwärts zu projizieren.
Weitere Projekte
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