Wie kann das Internet demokratischer, wertschätzender und solidarischer gestaltet werden?
In einer groß angelegten Zukunftswerkstatt entwickelten Akteur*innen aus Zivilgesellschaft, Wissenschaft, Tech und Politik gemeinsam konkrete Ideen für ein Internet jenseits des Status quo – von Kritik über Utopie hin zu ersten Handlungsschritten.
Wir haben die klassische Zukunftswerkstatt nach Jungk neu gedacht und so weiterentwickelt, dass sie auch mit großen Gruppen funktioniert.
3 Phasen
Eine Kritikphase, eine Utopiephase inklusive Ideenentwicklung und eine Verwirklichungsphase bildeten die Struktur des Tages.
30 Zukunftsideen
Ausgehend von Kritikpunkten und utopischen Gegenentwürfen entstanden konkrete Ideen und erste Umsetzungsschritte.
35 Live-Illustrationen
Animierte KI-Graphic Recordings von Kitty begleiteten den gesamten Prozess und machten Diskussionen und Zukunftsbilder sichtbar.
Das digitale Miteinander steht unter Druck: Polarisierung, mangelnde Transparenz großer Plattformen und eine abnehmende Vielfalt von Stimmen prägen die digitale Öffentlichkeit. Gleichzeitig wächst der Bedarf an demokratischen, inklusiven Formen der Teilhabe.
Mit einer groß angelegten eintägigen Zukunftswerkstatt schufen wir mit und für das NETTZ einen Raum, in dem Kritik mit kreativer Utopie verknüpft wurde, um konkrete Ideen für ein Internet zu entwickeln, das unseren Werten entspricht.
Das Ziel? Den Blick über den Status quo hinaus zu öffnen und erste Umsetzungsschritte anzustoßen.
Workshop-Phasen
1
Einstieg & Möglichkeitsraum öffnen
Ein gemeinsamer Einstieg ins Futures Thinking schuf Orientierung und lud dazu ein, gewohnte Perspektiven zu hinterfragen und neue Möglichkeiten zu erkunden.
2
Kritik sichtbar machen
In der Kritikphase sammelten die Teilnehmenden zentrale Herausforderungen und verdichteten sie zu gemeinsamen „Sprungbrettern“ für Utopien.
3
Utopien entwickeln
Durch eine angeleitete Zukunftsreise und spekulatives Prototyping entstanden neue Bilder eines wünschenswerten Internets, bewusst frei von Machbarkeitsgrenzen.
4
Ideen konkretisieren
Die entwickelten Visionen wurden in konkrete Ideen, Ansätze und erste Handlungsschritte übersetzt, mit Fokus auf Umsetzbarkeit im eigenen Wirkungsfeld.
Visionen für wünschenswerte Zukünfte des Tourismus in Spanien mit über 50 Tourismusakteur*innen in den Kanaren, Donostia-San Sebastián und dem Laciana-Tal.
Eine Lernreise in drei Modulen, bei der 12 zivilgesellschaftliche Organisationen verschiedene Zukünfte antizipierten und ihren Imaginationsmuskel stärkten.
Ein Archiv individueller wünschenswerter Zukünfte und Hoffnungen von verschiedenen Menschen auf der ganzen Welt – gesammelt mit Hilfe eines Zukunftsfragebogens.
Wünschenswerte Zukünfte einer Schule, die gemeinsam mit über 100 Lehrer*innen, Schüler*innen und Eltern in einem eintägigen Utopien-Workshop entwickelt wurden.
Ein spekulatives Designprojekt, das aufkommende Technologien in (un)mögliche Zukünfte extrapoliert und diese in Form von Comics, Texten und Audios erzählt.
In Zukunftsworkshops zum Thema nachhaltiger Tourismus, erkundeten junge Menschen gemeinsam verschiedene Zukünfte des Tourismus und die dafür erforderlichen Arbeitsplätze.
Ein ko-kreativer Kurs für Masterstudent*innen der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel, um mögliche zukünftige Implementierungen von Community Wealth Building Prinzipien auf ihrem Campus zu visionieren.
Eine Buchpublikation zur wissenschaftlichen Untersuchung, kritischen Reflexion, praktischen Anwendung und Visualisierung von Zukunftsbildern, in Zusammenarbeit mit Dr. Reinhold Popp.
Ein Workshop zu Zukünftekompetenzen, um tief verankerte Annahmen aufzudecken, die Zukunft neu zu gestalten und aufkommende Fragen zu diskutieren – zum Thema Reproduktion.
Eine interaktive Ausstellung, die Fakten, Perspektiven und Ideen über die Zukunft des Alterns darstellt. Die Besucher*innen wurden ermutigt, über ihre eigene Zukunft nachzudenken und ihre Annahmen zu reflektieren.