Wie sieht ein zukünftiger, altersinklusiver Umgang mit KI im Gesundheitsbereich aus?
Die Workshopreihe KI-Systeme, Bias & Alter brachte im Rahmen des Projekts Any Age AI des WZB KI-Praktiker* innen und Menschen ab 60 zusammen, um gemeinsam wünschenswerte Zukunftsperspektiven zu entwickeln.
Die Wechselwirkungen zwischen KI und Altersdiskriminierung sind ein noch junges Forschungsfeld. Im Rahmen des Projekts Any Age AIbrachte die Workshopreihe KI-Systeme, Bias & Alter KI-Praktiker*innen und Menschen ab 60 zusammen. In drei interaktiven Workshops setzten sich die Teilnehmenden kritisch mit Altersdiskriminierung im Gesundheitssystem auseinander und entwickelten gemeinsam wünschenswerte Zukunftsperspektiven.
Die Projektphasen
1
Projektplanung
Organisation und Koordination mit allen Beteiligten (Wissenschaftler*innen, WZB Mitarbeiter*innen, Gebäudemanagement, Workshopteilnehmer*innen).
2
Akquise
Recherche, Kommunikation und Briefing-Telefonate mit den verschiedenen Zielgruppen (Menschen über 60, KI-Praktiker*innen, Stakeholder*innen) für die Akquise der Teilnehmer*innen.
3
Workshops
Konzeption, Durchführung und Dokumentation von drei halbtägigen Workshops mit unterschiedlichen Fokusthemen und Zusammenstellungen von Zielgruppen.
4
Synthese & Design
Synthese von sechs zentralen Erkenntnissen und Design von Materialien in vier Sprachen (Illustrationen, Faltposter, Postkarten- und Sticker-Set).
Die Workshops
Workshop 1 mit Menschen über 60 Jahren
Mit Menschen über 60 wurden Erfahrungen, Hoffnungen und Sorgen zu KI im Gesundheitsbereich gesammelt und Zukunftsszenarien kritisch reflektiert. Es entstanden kreative Zukunftsvisionen und Prototypen für mögliche Anwendungen.
Workshop 2 mit KI-Praktiker*innen
Annahmen und Stereotype rund um die Zukunft von Alter und KI wurden sichtbar gemacht und anschließend alternative Zukunftsnarrative entwickelt. Wahrscheinliche und wünschenswerte Entwicklungen wurden diskutiert und zugrunde liegende Annahmen hinterfragt.
Workshop 3 mit allen Stakeholder*innen
Ältere Menschen und KI-Praktiker*innen tauschten Perspektiven zu KI im Gesundheitsbereich aus und entwickelten gemeinsame Vorstellungen für eine altersgerechte Gestaltung. Die Arbeiten mit Szenarien dienten der Diskussion und gemeinsamen Reflexion.
Visionen für wünschenswerte Zukünfte des Tourismus in Spanien mit über 50 Tourismusakteur*innen in den Kanaren, Donostia-San Sebastián und dem Laciana-Tal.
Eine Sammlung von 1-stündigen, digitalen Methoden-‚Snacks‘, die interaktive und praktische Einblicke in das Zukunftsdenken für den Arbeitskontext bieten.
Ein Archiv individueller wünschenswerter Zukünfte und Hoffnungen von verschiedenen Menschen auf der ganzen Welt – gesammelt mit Hilfe eines Zukunftsfragebogens.
Wünschenswerte Zukünfte einer Schule, die gemeinsam mit über 100 Lehrer*innen, Schüler*innen und Eltern in einem eintägigen Utopien-Workshop entwickelt wurden.
Ein spekulatives Designprojekt, das aufkommende Technologien in (un)mögliche Zukünfte extrapoliert und diese in Form von Comics, Texten und Audios erzählt.
In Zukunftsworkshops zum Thema nachhaltiger Tourismus, erkundeten junge Menschen gemeinsam verschiedene Zukünfte des Tourismus und die dafür erforderlichen Arbeitsplätze.
Ein ko-kreativer Kurs für Masterstudent*innen der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel, um mögliche zukünftige Implementierungen von Community Wealth Building Prinzipien auf ihrem Campus zu visionieren.
Eine Buchpublikation zur wissenschaftlichen Untersuchung, kritischen Reflexion, praktischen Anwendung und Visualisierung von Zukunftsbildern, in Zusammenarbeit mit Dr. Reinhold Popp.
Ein Workshop zu Zukünftekompetenzen, um tief verankerte Annahmen aufzudecken, die Zukunft neu zu gestalten und aufkommende Fragen zu diskutieren – zum Thema Reproduktion.
Eine interaktive Ausstellung, die Fakten, Perspektiven und Ideen über die Zukunft des Alterns darstellt. Die Besucher*innen wurden ermutigt, über ihre eigene Zukunft nachzudenken und ihre Annahmen zu reflektieren.